Chemikern der Friedrich-Schiller-Universität ist eine nach eigenen Angaben aufsehenerregende Entdeckung gelungen. Einem Team vom Institut für organische und makromolekulare Chemie hat es geschafft, Cellulose auf einfache und vor allem kostengünstige Weise zu verflüssigen. Damit könnten die Jenaer Wissenschaftler in Zukunft die bislang aufwendigen, teuren und teils auch umweltschädlichen Verfahren zum Lösen von Cellulose überflüssig machen. Aktuell werden weltweit etwa 1,2 Billionen Tonnen des biologische Polymers pro Jahr hergestellt. Wegen der komplizierten Technologie zur Verflüssigung werden bislang nur etwa sechs Millionen Tonnen davon weiterverarbeitet. Aus Cellulose entstehen unter anderem Massenprodukte wie Funktionsfasern und Klebstoffe, aber auch spezielle HighTech-Materialien. Das von den Jenaer Forschern entwickelte Verfahren zur Verflüssigung von Cellulose wurde bereits von einem japanischen Unternehmen zum Patent angemeldet. Die Uni-Wissenschaftler hatten bei der Entwicklung mit einer deutschen Tochterfirma des japanischen Unternehmens kooperiert.
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