Eine Drehung noch im Mutterleib ist in der Frauenklinik des Jenaer Universitätsklinikums eine Alternative zum Kaiserschnitt bei Beckenendlage. Eine Handfläche liegt oben auf dem kugelrunden Bauch, die andere unten. Mit sanftem Druck versucht Dr. Tanja Groten das Kind im Bauch der Schwangeren dazu zu bewegen, sich mit dem Kopf nach unten zu drehen. Die meisten Ungeborenen befinden sich spätestens vier Wochen vor der Geburt in dieser Lage. Rund fünf Prozent aller Kinder hingegen liegen in der so genannten Beckenendlage im Mutterleib. Von ihnen erblicken in Deutschland mehr als 90 Prozent per Kaiserschnitt das Licht der Welt. Groten hat die Daten von mehr als 400 Schwangeren analysiert, die sich zwischen 2011 und 2014 mit einem Ungeborenen in Beckenendlage in der Jenaer Frauenklinik vorgestellt haben. Bei 30 Prozent der Versuche gelang die Wendung im Mutterleib.
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