Knapp 1 000 Zuschauer, darunter ca. 400 Zeiss-Fans, verfolgten am Freitagabend ein Spiel, das sie wohl so schnell nicht vergessen werden. Der FCC begann gut und hatte durch Bedi Buval die erste nennenswerte Chance - doch sein Flachschuss strich knapp am langen Pfosten vorbei (8.). In der Folgezeit neutralisierten sich die beiden Mannschaften im Mittelfeld. Chancen waren Mangelware. Inmitten einer Phase, als der FCC stärker wurde und das Spiel begann an sich zu reißen, fiel das Tor für den Gastgeber. War dieser Treffer noch fast aus dem Nichts gekommen, so verdiente sich der FC Viktoria in der Folgezeit die Führung. Jena hatte fortan große Mühe mit dem Gegner. Während die Zeiss-Fans hofften, dass ihre Mannschaft in der 2. Halbzeit mit mehr Durchblick agieren würde, ging im Stadion das Licht aus - und wollte partout auch nicht mehr an. Es gab langes Rätseln um die Situation. Wie nach dem Spiel bekannt wurde, war eine durchgebrannte Sicherung Grund für den Ausfall des Flutlichts. Als das Schiedsrichtergespann nach mehr als einer Stunde den Verantwortlichen noch 5 Minuten gab, um das Problem zu lösen, fand der Techniker den Fehler und knipste in letzter Minute das Flutlicht wieder an. Gegen 21 Uhr wurde die zweite Halbzeit angepfiffen. Es blieb beim Bild der ersten Hälfte. Viktoria war die gefährlichere Mannschaft. Die vermeintliche Vorentscheidung war in der 61. Minute: Jena lief in einen Konter und kassierte das 2:0 durch Ugurcan Yilmaz - damit schien das Spiel gelaufen. Aber Jena kam zurück. Einen großen Anteil daran hatte der ins Spiel gekommene Youngster Florian Dietz. Er nutze einen Jenaer Eckball und traf per Kopf zum 1:2 Anschlusstreffer (69.). Viktoria blieb tonangebend und die bessere Mannschaft. Als Dietz im Strafraum zu Fall kam, zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Manfred Starke übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum umjubelten 2:2 (84.). Danach war es ein offener Schlagabtausch, der durchaus für beide Mannschaften einen Sieg noch möglich machte. Am Ende blieb es jedoch beim 2:2, mit dem der FCC wohl glücklicher sein dürfte als die Gastgeber aus Berliner.
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