Bebt heute in irgendeiner Region auf der Welt die Erde, dann zeichnen technische Hilfsmittel jede kleinste Schwingung auf. Verursacht ein Beben zudem schwere Zerstörungen, sorgt die Nachrichtenlage dafür, dass wir es so schnell nicht vergessen. Doch auch Katastrophen dieser Art, von denen uns keine Aufzeichnungen vorliegen, haben sich in die Geschichte eingegraben. Geowissenschaftler der Universität Jena legen ihre Spuren nun wieder frei. In den kommenden drei Jahren beschäftigen sie sich dabei mit einer eher unbekannten Erdbebenzone in Europa: Slowenien und Ostitalien. Leiter des Projektes ist Dr. Christoph Grützner. Die Region an der Adria ist nicht nur aufgrund vergangener und zukünftiger Erdbeben interessant. Die tektonischen Bewegungen der beiden Platten sind auch verantwortlich für die Entstehung der Alpen. Ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziertes Schwerpunktprogramm beschäftigt sich mit der Gebirgsbildung in vier Dimensionen. Maßgeblich involviert ist Prof. Dr. Kamil Ustaszewski, der die beteiligte Arbeitsgruppe an der Universität Jena leitet.
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