Die Forschung geht auch der Frage nach, wie anfällig Ökosysteme gegenüber Störungen sind. Bei der Suche nach Antworten steht sie jedoch vor einem Problem: Im Beziehungsgeflecht der Arten ereignen sich unzählige Interaktionen, die sich kaum vollständig erfassen und in messbare Daten übertragen lassen. Um dieses Hindernis zu überwinden, hat ein Team um den Ökologen Prof. Dr. Ulrich Brose von der Universität Jena und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung einen neuen Ansatz entwickelt. Es werden nur wenige Informationen über die Eigenschaften von „Räubern“ benötigt, die Jagd auf Beutetiere machen. Mit ihnen lässt sich die Struktur und die Stabilität eines Lebensraums bestimmen, ohne aufwendig die Beziehungen zu anderen Organismen betrachten zu müssen. Die Forscher konnten ihre Methode anhand eines großen Datensatzes mit über 220.000 Interaktionen aus 290 Nahrungsnetzen bestätigen. Sie hatten die Daten in einem Zeitraum von mehr als zehn Jahren von Forschungspartnern aus aller Welt zusammengetragen. Foto: Bernd Adam
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