Wenn Blutgefäße stark geschädigt sind oder die Herzklappen nicht mehr richtig arbeiten, wird Ersatz benötigt. Allein in Deutschland werden daher pro Jahr ca. 190 000 Gefäßprothesen und 30 000 Herzklappenersätze implantiert. Diese Lebensretter bestehen in der Regel aus Kunststoffen. Sie aktivieren jedoch häufig die Gerinnung, was zu Blutgerinnseln führen kann. Lösen sich diese, kann es zu lebensbedrohlichen Thrombosen oder Embolien kommen. Einen neuen Ansatz zur Lösung dieser Probleme haben jetzt Forscher der Friedrich-Schiller-Universität entwickelt. Dazu schuf das Team besondere Polymeroberflächen, wodurch die Blutplättchen kaum noch zur Gerinnung neigen und Blutgerinnsel durch Implantate künftig vermieden werden können.
Foto: Anne Günther/Uni Jena
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