Die neue Ausgabe der Zeitschrift „Gerbergasse 18“ geht unterschiedlichen Kunstspuren nach. Etwa der Motivgeschichte der Mauer-Bilder, der legendären Künstlergruppe Clara Mosch aus Karl-Marx-Stadt, dem Stellenwert ostdeutscher Malerei und der späten Aufklärung des Gothaer Kunstraubs von 1979. Aber auch den Schwierigkeiten beim Ausstellen von Untergrund-Gegenkunst sowie dem „vergessenen Schatz“ eines brasilianischen Diplomaten, der in den 1980er Jahren die größte Privatsammlung mit Gegenwartskunst aus der DDR anhäufte. Das neue Heft bietet aber auch weitere spannende Beiträge. So räumt ein Kommentar des Jenaer Stadthistorikers Rüdiger Stutz mit dem hartnäckigen Mythos auf, die in der NS-Zeit entstandene Schlegelsberg-Siedlung in Jena-Ost würde einen stilisierten Reichsadler nachbilden. Hinzu kommen Forschungsergebnisse zur Flucht von Heimkindern über die innerdeutsche Grenze. Die „Gerbergasse 18“ ist über den Buchhandel oder direkt bei der Geschichtswerkstatt Jena erhältlich. Für weitere Informationen: www.geschichtswerkstatt-jena.de. cd
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