90 Jahre nach den Bücherverbrennungen durch die Nazis in Jena erinnert der Arbeitskreis Sprechende Vergangenheit mit einer Aktion an dieses traurige Ereignis. Die Veranstaltung beginnt am Samstag um 10:00 auf dem Platz vor der Stadtkirche. Der Kultur- und Literaturwissenschaftler Dr. Dietmar Ebert führt in die Zusammenhänge ein. Anschließend wird in dreißigminütigem Wechsel bis 19 Uhr aus Werken gelesen, die damals verbrannt wurden. Anders als in anderen deutschen Städten fand die Bücherverbrennung in Jena am 26. August 1933 statt, nicht am 10. Mai. Der Arbeitskreis „Sprechende Vergangenheit“ will daran erinnern und zugleich ins Blickfeld rücken, dass auch heute noch viele Publizisten aus politischen oder religiösen Gründen verfolgt und Bücher verboten werden. Jk
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