Nachrichten

Einschätzung zur Gefahr durch Waldtiere

Datum: 14.09.2023
Rubrik: Umwelt

Die ThüringenForst AöR hat eine Übersicht zur Gefahr durch Waldtiere veröffentlicht. Rot- und Rehwild etwa sind weit verbreitet und als scheue Fluchttiere für Waldbesucher ungefährlich. Gerade im Herbst können sie für Autofahrer aber eine Gefahr darstellen. Bei Wildschweinen können vor allem weibliche Tiere mit Frischlingen aggressiv reagieren. Waldbesucher sollten den Kontakt meiden und keinesfalls auf Rotten zugehen. Klein, aber gemein sind Zecken. Bei Stichen können sie gefährliche Krankheiten übertragen, darunter die schlimmstenfalls tödlich verlaufende Hirnhautentzündung. Die Raupen der Eichenprozessionsspinner können mit ihren giftigen Härchen im Sommer allergische Reaktionen bis hin zu Schocks auslösen. Deshalb sollten Befallsgebiete gemieden und Wegesperrungen strikt beachtet werden. Hornissen reagieren vor allem dann aggressiv, wenn man sich ihren Nestern bis auf unter vier Meter nähert. Der Stich ist schmerzhaft und kann bei Allergikern zu Herzrasen und Atemnot führen. In Thüringer Wäldern kommt auch die Kreuzotter häufig vor. Die scheue Viper ist bis zu 70cm lang. Ein Verteidigungsbiss ist für Kinder und Senioren gefährlich, aber selten tödlich. Luchse durchziehen die Wälder in großen Jagdrevieren, sind äußerst heimlich und dadurch ungefährlich. Es dürfte nur den wenigsten Waldbesuchern gelingen, einen Luchs überhaupt zu bemerken. Wölfe gibt es in Thüringen nach wie vor relativ selten. Dennoch sollten Waldbesucher mit Hund sowie Reiter Vorsicht walten lassen. Gefährdungen ergeben sich gelegentlich für Weidetiere, insbesondere Schafe und Fohlen. Bei sämtlichen Einschätzungen sollte man beachten, dass sich das Verhalten der Tiere durch Verletzungen, Krankheiten wie Tollwut und mitgeführte Jungtiere ändern kann. Wie auch im Straßenverkehr werden Eltern darum gebeten, beim Waldbesuch ihre Kinder im Auge zu behalten. Denn diese können Gefahrensituationen oft nicht ausreichend erkennen und beurteilen. Dann steht einem erholsamen Waldspaziergang nichts mehr im Wege. jk

Foto: Andreas Knoll

Weitere Meldungen aus dieser Rubrik

Klimaschutzwettbewerb 2026 gestartet

Auch 2026 fördert die Klimaschutzstiftung Jena-Thüringen wieder kreative und praxisnahe Ideen für den... [zum Beitrag]

Spitzenreiter Haussperling im Sinkflug

Mehr als 4.300 Menschen haben sich in Thüringen an der großen NABU-Vogelzählung „Stunde der Wintervögel“... [zum Beitrag]

Wintervögel gemeinsam beobachten

Als Beitrag zur diesjährigen „Stunde der Wintervögel“ laden die Jenaer „Sielmanns Natur-Ranger“ zur... [zum Beitrag]

Konflikte um Eigentum in der Klimakrise

Wie kann die sozial-ökologische Transformation gelingen – und welche Rolle spielen dabei... [zum Beitrag]

Feierabendvortragsreihe „Waldgeflüster“

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Thüringen und das Stadtforstamt Jena laden gemeinsam zur neuen... [zum Beitrag]

Baumfällungen zur Baufeldfreimachung

Für den grundhaften Ausbau der Naumburger Straße beginnen erste vorbereitende Arbeiten zur... [zum Beitrag]

Pflanzen als Umweltsensoren

Pflanzen spiegeln die städtischen Klima- und Bodeneigenschaften präzise wider. Mit Hilfe von über 80... [zum Beitrag]

Baumpflegearbeiten an der...

Vom 2. bis 6. Februar 2026 finden Baumpflegearbeiten an der Kopf-Lindenallee auf dem Heiligenberg statt.... [zum Beitrag]

Anmeldung für den SaalePUTZ

Ab sofort können sich Freiwillige für den SaalePUTZ 2026 anmelden. Für Samstag, 21. März 2026, ruft die... [zum Beitrag]