Das Jenaer Biotechnologie-Unternehmen SIRS-Lab hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen entwickelt seit 10 Jahren molekulare Diagnoseverfahren für lebensbedrohliche Infektionen wie zum Beispiel Sepsis. An einer solchen Blutvergiftung sterben allein in Deutschland jährlich rund 60 000 Patienten. SIRS-Lab hat dazu ein neues Testsystem entwickelt, das eine schnelle und sichere Erregerdiagnose bietet, eine effektive Therapie ermöglicht und kurz vor der Marktreife steht. 2008 wurde das Unternehmen mit dem mitteldeutschen Innovationspreis ausgezeichnet und 2009 mit einem europäischen Preis für molekulare Diagnostik. Als vorläufiger Insolvenzverwalter führt Rolf Rattunde das Jenaer Unternehmen mit allen 30 Mitarbeitern fort und sucht Investoren.
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