In einer internationalen Kooperation mit Kollegen der Iowa State University in Ames (USA), der University of Richmond (USA) und der Ludwig-Maximilians-Universität München ist es Wissenschaftlern der Jenaer Universität erstmals gelungen, die Aktivität eines Gens in zwei verschiedenen Schwammarten teilweise auszuschalten. In ihren Experimenten haben die Jenaer Wissenschaftler das Aktin-Gen im Meeres-Schwamm „Tethya wilhelma" auf weniger als ein Drittel seiner ursprünglichen Aktivität reduziert. Damit gelang den Forschern erstmals überhaupt, eine Knockdown-Methode auf Schwämme anzuwenden. Insbesondere bei den basalen Metazoen, den im Laufe der Evolution frühzeitig entstandenen vielzelligen Tieren, sei der vergleichend-experimentelle Bedarf sehr hoch. Neben den Schwämmen gehören auch Nesseltiere, Rippenquallen und die sogenannten Scheibentiere zu den Metazoen. Jetzt blicken die Jenaer Forscher mit Spannung auf weitere Experimente, mit denen sie sich vor allem Fragen zur Evolution der Kontraktion in Tieren - eines ihrer Kerngebiete - widmen wollen.
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