Einen durchaus ernst zunehmenden Unterschied zwischen Männern und Frauen haben Mediziner und Pharmazeuten seit einigen Jahren immer stärker im Blick: die unterschiedliche Anfälligkeit der Geschlechter für bestimmte Erkrankungen. Entzündliche Erkrankungen wie Asthma, Psoriasis oder Rheumatoide Arthritis kommen bei Frauen sehr viel häufiger vor als bei Männern, sagt Prof. Dr. Oliver Werz von der Universität Jena. Der Pharmazeut und sein Team haben jetzt gemeinsam mit Fachkollegen aus Italien, Dänemark und Schweden eine wesentliche Ursache für diese Unterschiede auf molekularer Ebene aufgeklärt. In zwei Publikationen zeigen sie, wie das männliche Sexualhormon Testosteron in die Biosynthese von Entzündungssubstanzen eingreift und darüber hinaus auch die Wirksamkeit von entzündungshemmenden Medikamenten vermindert. cd
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