In der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena sind etwa 150 Titel aus dem Vorbesitz des jüdischen Wissenschaftlers Julius Schaxel entdeckt worden.
Daraufhin hat die Bibliothek den Nachfahren angeboten, die 1934 von den Nationalsozialisten beschlagnahmten Bände an sie zurückzugeben. Doch die Erben haben sich für einen Verbleib der Werke in der Uni-Bibliothek entschieden.
Für den gebürtigen Augsburger Julius Schaxel wurde Jena zum Schicksalsort. Hier vollzog sich sein Aufstieg zu einem der bedeutendsten Entwicklungsbiologen des frühen 20. Jahrhunderts. Hier erlitt er aber auch die größte Erniedrigung. Dem SPD-Mitglied wurde
kurz nach Hitlers Machtergreifung 1933 der Lehrauftrag entzogen. 1943 verstarb Julius Schaxel in Moskau. cd
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