Viele Menschen, die eine akute Corona-Erkrankung überstanden haben, leiden langfristig am sogenannten Long- bzw. Post-COVID-Syndrom. Dieses äußert sich durch Erschöpfungszustände, auch als Fatigue bezeichnet. Dadurch wird die Lebensqualität der Betroffenen erheblich gesenkt. Bislang vermuten Wissenschaftler, dass die Ursache für dieses Syndrom bei einer überschießenden Immunreaktion liegt. Diese könnte mit einer sogenannten Immunadsorption behandelt werden. Dafür werden krankheitsauslösende Antikörper aus dem Blut entfernt. Nierenärzte aus Jena haben jetzt eine Fallserie untersucht. Dabei zeigte sich, dass die Immunadsorption bei Long- bzw. Post-COVID-Erkrankungen keinen Effekt hat. Allerdings handelt es sich bei einer Fallserie nicht um eine beweisbringende Studie, wie sie derzeit etwa am Uniklinikum Mainz durchgeführt wird. Ärzte raten Long-COVID-Patienten dazu, das Ergebnis dieser Studien abzuwarten, bevor sie Behandlungen wie die Immunadsorption durchführen. jk
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