Am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (Leibniz-HKI) wurden die besten Publikationen des Jahres 2023 mit dem medac Forschungspreis ausgezeichnet. Der Preis würdigt wegweisende Forschungsarbeiten, die in Zusammenarbeit verschiedener Teams am Leibniz-HKI entstanden sind. Das Pharmaunternehmen medac GmbH stiftet den mit 20.000 Euro dotierten Preis bereits seit 2004. Alle Publikationen behandeln die Kernthemen des Instituts und zeichnen sich durch eine besonders enge Kooperation mehrerer Forschungseinheiten aus.
Vier Forschungsprojekte wurden prämiert:
Ein Forschungsteam nutzte Zahnsteinproben von Menschen und Neandertalern, um Naturstoffe aus jahrtausendealten DNA-Fragmenten bisher unbekannter Bakterien zu rekonstruieren. Diese Methode könnte neue Wirkstoffe aus der Vergangenheit erschließen.
Das Forschungsteam der Abteilung Microbiome Dynamics untersuchte das menschliche Darmmikrobiom und entdeckte, dass bestimmte Bakterienarten, darunter Milchsäurebakterien, Hinweise auf das Vorhandensein von krankmachenden Hefepilzen geben können.
Das Team der Abteilung Infektionsimmunologie identifizierte neue Funktionen von T-Helferzellen. Sie bilden Proteine, die sich an Zellen andocken, die den krankheitsverursachenden Hefepilz Candida albicans bekämpfen.
Ein Team von der Abteilung Molekulare und Angewandte Mikrobiologie entdeckte, dass der Pilz Aspergillus fumigatus menschliche Lungenzellen manipuliert, indem er spezifische Proteine bindet und so das Immunsystem überlistet. Dies bietet neue Ansätze zu dessen Bekämpfung.
Weitere Informationen:
https://www.leibniz-hki.de/de/pressemitteilung/medac-forschungspreis-2023-fuer-spitzenforschung-verliehen.html
Foto: Anna Schroll / Leibniz-HKI
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