Die Stadt Jena hat Kritik an einer Gemeinschaftsunterkunft in der Matthias-Domaschk-Straße zurückgewiesen. Nach Angaben der Verwaltung sind dort überwiegend schwer kriegsverletzte, an Krebs erkrankte oder hochbetagte Geflüchtete aus der Ukraine untergebracht. Mehr als 90 Prozent der aktuell 76 Bewohner benötigen intensive Pflege. Gesunde Personen werden nur in Ausnahmefällen aufgenommen.
Ein offener Brief des Vereins »Lobeda Solidarisch« hatte Vorwürfe unter anderem zu Sicherheitskräften, unangekündigten Zimmerkontrollen sowie zur Essens- und medizinischen Versorgung erhoben. Die Stadt spricht von Fehlinformationen und verweist auf notwendige Hygienestandards im Pflegeumfeld. Zimmerkontrollen würden angekündigt, Lebensmittel dürften nicht in Zimmern gelagert werden, selbstständiges Kochen sei nicht möglich. Die Vollverpflegung koste 150 Euro pro Monat, Sonderregeln gebe es für Kleinkinder und Diäten.
Laut Stadt werden alle gesetzlichen Standards eingehalten oder übertroffen. Beschwerden würden ernst genommen, Gesprächsangebote seien unterbreitet. Eine Bewohnerin habe sich in einer Gegendarstellung ausdrücklich für die Betreuung bedankt. Ziel sei, das Angebot langfristig zu sichern.
Die komplette Erklärung der Stadt Jena: https://rathaus.jena.de/de/fakten-zur-gemeinschaftsunterkunft-matthias-domaschk-strasse-2
Siehe auch:
Öffentlicher Brief – Bewohner einer Gemeinschaftsunterkunft wenden sich an Stadtrat
Foto: JenaTV
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