Der Seidenspinner gehört zu den ältesten Haustieren des Menschen. Seit ca. 5.000 Jahren wird ihre Fähigkeit genutzt, einen hunderte Meter langen Faden spinnen zu können. Vom Menschen gewonnen, sind die feinen Fäden die Grundlage edler Stoffe und Gewänder. Doch seit einigen Jahren rücken weitere Eigenschaften der Seide in den Fokus. Sie wird in der Medizin eingesetzt, um Wunden abzudecken oder Operationsschnitte zu verschließen. Prof. Dr. Philipp Seib, der neue leitende Professor für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie der Friedrich-Schiller-Universität Jena beschäftigt sich seit 2009 mit dem Naturstoff. Seibs Ziele: Verstehen, welche biochemischen Prozesse ablaufen und diese Prozesse beherrschen, um passgenaue Lösungen für weitere medizinische Anwendungen kreieren zu können.
Foto: Anne Günther/Universität Jena
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